"Vorsicht! Hast Du vielleicht schon einmal was von dem großen Leviathan gehört, und drängt es Dich, in diesem Buch zu lesen? Vorsicht, mein Lieber! Dieses ist ein durch und durch esoterisches Buch, und seine immanente Esoterik steigert sich in demselben Maß, in dem Du in das Buch eindringst. Laß also besser die Hände davon! Lege es wieder zurück, an seine Stelle! Faß es nicht wieder an, mit deinen Fingern, mögen sie nun gewaschen und gepflegt oder zeitgemäß blutig und gefärbt sein! Warte ab, ob dieses Buch Dir wieder begegnet und ob Du zu denen gehörst, denen sich seine Esoterik öffnet. Die fata libellorum und die fata ihrer Leser gehören auf geheimnisvolle Weise zusammen. Ich sage Dir das in aller Freundschaft. Dräng dich nicht in Arcana, sondern warte, bis Du in gehöriger Form eingeführt und zugelassen wirst. Du könntest sonst einen Deiner Gesundheit schädlichen Wutanfall bekommen und versuchen, etwas zu vernichten, was jenseits aller Vernichtbarkeit steht. Das wäre nicht gut für Dich. Laß also die Hände davon und leg das Buch an seine Stelle zurück! Aufrichtig, dein guter Freund Benito Cereno."

"Petzold: Als die erste Generation der RAF in den 70er Jahren im Knast saß, tauchte das Moby-Dick-Buch auf. Andreas Baader und Gudrun Ensslin mochten es sofort und bezogen es auf ihre Gruppe. Baader identifizierte sich mit Kapitän Ahab und bezog daraus quasi seinen Künstlernamen. Der Staat ist ja in der Mythologie manchmal ein Meeresungeheuer, so sah die RAF natürlich auch Anknüpfungspunkte." (http://kultur.orf.at/orfon/kultur/010424-5361/5323txt_story.html)


Oliver Frommel